CHADO URASENKE TANKOKAI      AUSTRIA ASSOCIATION
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                                                              CHADO Der Teeweg (Chado), mit der Teezeremonie (Chanoyu) als dessen augenfälligstem Bestandteil, ist einer der Wege des Zen-Buddhismus. Er ist somit eine Kulturform, die aus der Suche nach dem Natürlichen, aus dem Streben nach Einklang mit der Natur selbst entstand. Im Teeweg vereinigen sich Harmonie, Hochachtung und Stille. Über die Streitigkeiten im Alltag erhebt sich die Harmonie der Teehandlung, welche Gäste und Gastgeber eint. Die Würde des Teewegs entzieht jedem scheinheiligen Zeremoniell den Boden und schafft Hochachtung gegeneinander wie auch gegenüber dem gemeinsamen Ziel. Kein menschlicher Ehrgeiz wird befriedigt, sondern die Teezeremonie beginnt unauffällig, verläuft bescheiden und demütig in geistiger Reinheit und endet still. Und doch hat der Teeweg, wie andere Zen-Wege auch, kein greifbares Ziel. Beginnt man einmal die Teehandlung zu erlernen, dann begibt man sich auf den Teeweg. Ein Ende des Lernens, ein Ende des Weges gibt es nicht. Das Streben nach einer Wandlung, bei der man sich auf das Walten der Natur verlassen muss und die man nicht suchen darf. Die Stille im Teeraum entspricht der Stille der Gedanken. Durch sie eröffnet sich im Verlauf des Weges der Zugang zur eigenen Mitte. Der Teeweg ist ein sich immer wiederholendes Bemühen des Menschen, sich selbst zu erkennen. Schritt für Schritt nähert sich der Mensch sich selbst, bis er zur Einheit von Körper und Geist, zur Ganzheit gelangt. Ulrich D. Haas, Sôshiki Seizen URASENKE-STIFTUNG
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