CHADO URASENKE TANKOKAI      AUSTRIA ASSOCIATION
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Die Urasenke-Tradition des Teewegs                                  
Überall auf der Welt trinken die Menschen Tee, aber nirgendwo wurde die Kultur dadurch so nach- haltig beeinflusst wie in Japan. Hier wurde das Zubereiten und Trinken von Tee auf eine besondere Art, Matcha genannt, zur Grundlage für eine tief gehende geistige und ästhetische Schulung, die alle Bereiche der japanischen Kultur stark geprägt hat. Matcha ist ein grüner Tee in Pulverform, der mit heißem Wasser aufgegossen wird. Diese Art Tee gelangte im zwölften Jahrhundert durch Zen-Mönche nach Japan, die von ihren Studien in China zurückkehrten. In den Zen-Klöstern wurde er als sanftes Stimulans verwendet, um den Geist während der Meditation freizumachen. Außerdem stellte er eine wertvolle Medizin dar und wurde in symbolischen Zeremonien verwendet. Der Genuss von Matcha breitete sich gleichzeitig auch in den herrschenden Fürstenhäusern aus, die feudale Tee-Empfänge zum Ausstellen und Vorführen von chinesischen Kunstobjekten veranstalteten. Aus diesen zwei unterschiedlichen Verwendungsarten von Matcha entwickelte sich die Vorstellung, Teezusammenkünfte abzuhalten, die bewusst als Medium für geistige und ästhetische Erfüllung dienen sollten. Dies führte zunächst zur Einrichtung von Räumen, die speziell für solche Versamm- lungen entworfen wurden. Wichtig für diese Entwicklung war das Aufkommen eines einzigartigen, durch Zen inspirierten ästhetischen Konzepts: der Wertschätzung einer subtilen, asketischen Schönheit, die man in Dingen entdecken kann, die einfach und unauffällig erscheinen. Im sechzehnten Jahrhundert verwirklichte Sen Rikyu (1522-1591), ein Mann von großer Kreativität und eine Leitfigur der kulturellen und politischen Schauplätze seinem asketischen "Strohhütten"-Tee. Rikyus einzigartiges künstlerisches Denken und seine auf Zen beruhenden Ideale verwandelten die Tätigkeit des Zubereitens, Servierens und Genießens von Tee auf wirkungsvolle Weise in eine um- fassende Übung und legten so den Grundstein für Chado, den Teeweg.                                                                                                                                                  weiter
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